Medizinrecht

Das Medizinrecht ist ein sehr komplexes und umfassendes Rechtsgebiet. Wir beraten und vertreten sowohl Patienten, als auch Ärzte/Zahnärzte in allen Fragen der Arzthaftung, sowie im gerichtlichen Arzthaftungsprozess, im Vertragsarztrecht bei Praxisgründung und Praxisverkauf, aber auch in praxisbezogenen arbeitsrechtlichen Fragestellungen. Ebenso vertreten wir Apotheker rund um das Apothekenrecht, wie z. B. Fragen der Betriebserlaubnis, aber auch bei Schwierigkeiten mit den Krankenkassen im Falle von Retaxationen.

Rechtsanwältin Bianca Jansen hat in einem berufsbegleitenden Studiengang an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ihren Master of Laws (LL.M.) in Medizinrecht erfolgreich abgeschlossen. Schwerpunkt des Tätigkeitsprofils liegt daher im Medizinrecht. Hierunter wird nicht nur das Arzthaftungsrecht bzw. das Vorliegen eines Behandlungsfehlers verstanden. Das Gebiet des Medizinrechts umfasst die Beratung zum ärztlichen Gesellschaftsrecht, zur Praxisübergabe, das Kassenarztrecht, Apothekenrecht, wie auch das Arzneimittelrecht. Ebenso hat es versicherungsrechtliche Berührungspunkte, wie z. B. Anspruch auf Krankentagegeld, kassenärztliche Leistungen, das Recht der Pflegeversicherung. Darüber hinaus hat auch das Arbeitsrecht Bedeutung, z. B. angestellter (Klinik-)Ärzte.

Wir stehen Ihnen auch in Fragen rund um das Medizinprodukterecht zur Verfügung. Hierbei geht es um die folgenträchtige Problematik fehlerhafter Medizinprodukte, beispielsweise um mangelhafte Brustimplantate, fehlerhafte Hüftprothese sowie nicht funktionierender Herzschrittmacher. Aufgrund der derzeitigen Medienpräsenz gewinnen Medizinprodukte einen immer größeren Stellenwert in der Gesellschaft.

Arzthaftungsrecht

Wir beraten und vertreten Sie bei der Durchsetzung oder Abwehr von Schmerzensgeld-, Schadenersatz- oder Rentenansprüchen im Rahmen der Arzthaftung. 

Ein Behandlungsfehler liegt vor, wenn der Arzt diejenige Sorgfalt außer Acht gelassen hat, die man von einem ordentlichen, gewissenhaften Arzt in der konkreten Situation erwarten durfte. Zur Bejahung eines solchen müssen folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • dem Behandler muss eine haftungsrelevante Fehlleistung unterlaufen sein,
  • bei der der Patient eine Rechtsgutverletzung und einen Schaden erlitten hat,
  • zwischen dem Fehler und dem Schaden muss ein Ursachenzusammenhang bestehen,
  • des Weiteren muss der Arzt dies verschuldet haben.
     

Eine Haftung kann auch bei Vorliegen eines Aufklärungsfehlers angenommen werden. Dieser liegt vor, wenn der Arzt vor dem jeweiligen Eingriff den Patienten nicht über die damit verbundenen Risiken aufgeklärt hat und sich der Patient bei einer ordnungsgemäßen Aufklärung zumindest in einem Entscheidungskonflikt befunden hätte.

Aus einer fehlerhafte Behandlung können sich folgende mögliche Ansprüche ergeben:

  • Schmerzensgeld
  • Haushaltsführungsschaden
  • Erwerbsschaden
  • Verdienstausfall
  • Schadenersatz (wie z. B. Behandlungskosten, Fahrtkosten etc.)
  • Unterhaltsansprüche
  • Vermehrte Bedürfnisse (sog. Mehrbedarf in Form einer medizinischen Dauerversorgung, Arzneimittel, aber auch Umbau einer eventuell behindertengerechten Wohnung)
  • Beerdigungskosten

Bei Fragen zum Medizinrecht, Sozialrecht und Medizinprodukterecht braucht es gegebenfalls externe kompetente Unterstützung. Für solche Fälle stehen uns bei Bedarf externe Berater bei Fragen rund um die Beurteilung von medizinischen Haftungsfragen zur Verfügung. Dabei hilft uns ihre langjährige klinische Tätigkeit und wissenschaftliche Arbeit, sowie die umfangreiche Erfahrung bei der Beratung von Krankenversichereren. Somit sind wir in der Lage, unsere Mandanten umfassend und kompetent zu beraten.

Ansprechpartner

Bianca Jansen

Bianca Jansen
LL. M. (Medizinrecht)
Fachanwältin für Medizinrecht

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